Teudogar und das Bündnis mit Rom

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Rom unter Augustus, dem ersten Kaiser

Der 36jährige Octavian siegte schließlich über den 20 Jahre älteren Marc Anton und kehrte mit seinen Soldaten als unumschränkter Machthaber nach Rom zurück: Damit waren die jahrzehntelangen Bürgerkriege um die Herrschaft im römischen Reich beendet.

Statt den in Rom verhaßten Königstitel anzunehmen, ließ sich Octavian 27 v.Chr. vom Senat die Ämter des militärischen Oberbefehlshabers und des Volkstribunen verleihen; in den folgenden Jahren auch die des obersten Gerichtsherrn, des Zensors und des Oberpriesters.
Damit bestand die Republik nur dem Namen nach fort, und die folgenden 500 Jahre blieb das Römische Reich eine Monarchie.

Octavian haßte seinen kleinbürgerlichen Namen und nannte sich daher Caesar, nach seinem berühmten Großonkel Iulius Caesar. (Im Lauf der Zeit wurde dieser Eigenname zur Amtsbezeichnung Kaiser.)
Als Titel für den mächtigsten Mann im Staat dachte sich der schmeichlerische Senat 'Augustus' ('der Erhabene') aus. Seitdem hieß Octavian nur noch Caesar Augustus. Um ihn zu ehren, benannte der Senat den sechsten Monat in August um (das Jahr begann im März, der damals siebte Monat heißt immer noch Sept-ember).

Kaiser Augustus regierte 45 Jahre lang in völligem Frieden über das römische Weltreich, das etwa 3,3 Millionen qkm groß war und, nach heutigen Schätzungen, über 50 Millionen Einwohner hatte, von denen aber nur 4 Millionen das römische Bürgerrecht besaßen und etwa 800.000 in Rom lebten. (Die damalige Weltbevölkerung wird auf nur 160 Millionen Menschen geschätzt.)

Im Osten bildete der Euphrat die Grenze gegen das mächtige Partherreich, mit dem die Römer einen Friedensvertrag geschlossen hatten.
Ansonsten endete die römische Herrschaft dort, wo nichts mehr zu beherrschen war: Die Grenzen des Reichs waren im Süden die nordafrikanische Wüste und im Westen der Atlantik.
Nur die Nordgrenze war etwas unruhig: Rhein und Alpen bzw später die Donau trennten das römische Reich von den germanischen Stämmen, die als einzige Nachbarn Roms gelegentliche Raubzüge und Überfälle wagten.

Nach der Schreckenszeit der Bürgerkriege wurde dieser langdauernde Friede als goldenes Zeitalter empfunden: Der Kaiser schickte 120.000 Soldaten in Pension. Handel und Landwirtschaft gediehen wieder, allgemeiner Wohlstand breitete sich aus.

Die ganze bekannte Welt zahlte Rom Steuern oder Tribut. Von diesem Geld mußten die verbleibenden 25 römischen Legionen bezahlt werden, etwa 150.000 Mann. Wesentlich mehr kostete es aber, die 200.000 arbeitslosen Plebejer in Rom zu bezahlen, die Anrecht auf kostenloses Getreide hatten und durch Zirkusspiele unterhalten werden wollten. Das restliche Geld nutzte der Kaiser, um Rom durch prächtige Bauten zu schmücken und auch die Provinzen mit Straßen, Aquädukten und Amphitheatern zu versehen.

Das römische Volk hatte sich während der Bürgerkriege an den andauernden Ausnahmezustand gewöhnt; es störte daher kaum jemanden, daß keine Volksversammlungen mehr abgehalten wurden und daß man mit der Todesstrafe rechnen mußte, wenn man den Kaiser verspottete.

Octavian hatte während des Bürgerkriegs tausende von politischen Gegnern hinrichten lassen und sich deren Besitz angeeignet. In seiner neuen Rolle als erhabener Kaiser Augustus wollte er aber Anstand erzwingen und erließ Gesetze gegen Luxus, Unzucht und Ehebruch. (Er selbst liebte allerdings die verheiratete Livia und zwang ihren Mann, sie ihm abzutreten, obwohl sie im sechsten Monat schwanger war, und heiratete sie dann. Das Kind war übrigens Drusus, der spätere Eroberer Germaniens.)

Die Zeit der großen Gebietserweiterungen war vorbei: Das römische Reich war so ausgedehnt, daß es schwer zu verwalten war. Nun mußte es vor allem im Inneren gefestigt werden.

Nur ein kleinerer Krieg schien noch notwendig: Augustus wollte die ungünstige Nordostgrenze gegen das kriegerische Germanien verkürzen, und befahl daher 15 v.Chr. seinen Adoptivsöhnen Drusus und Tiberius, den größten Teil dieses Barbarenlandes zu erobern.

Zunächst werden hier die Barbaren selbst beschrieben: Die nächsten Einträge enthalten alles Wichtige über die Germanen.
Erst die darauf folgenden Einträge 'Römische Eroberung Germaniens' und 'Scheitern der römischen Herrschaft über Germanien' berichten über die anfänglichen Siege von Augustus' Feldherren und schließlich, nach fast 25jährigen Bemühungen, Germanien zu einer römischen Provinz zu machen, die vollkommene Niederlage von Augustus' Statthalter Varus, die dem 72jährigen Kaiser den Lebensabend verbittern sollte.








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