Teudogar und das Bündnis mit Rom

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Gesundheit

Häufige Zeiten des Hungers und der Mangelernährung waren die größte Beeinträchtigung der Gesundheit - zumindest für die ärmeren Leute. Noch die mittelalterlichen Märchen erzählen, daß man einen Adeligen auf den ersten Blick an seiner Kraft und Größe erkennen konnte. Das ist nicht unwahrscheinlich: Wer einer reichen Familie entstammte, mußte während seiner Kindheit niemals hungern und konnte sich körperlich besser entwickeln.

Die zugigen und feuchten Häuser förderten Gelenkerkrankungen. Wahrscheinlich litten auch viele Menschen unter entzündeten Augen, weil die Häuser sehr rauchig waren.
Die meisten Germanen hatten schlechte und abgeschliffene Zähne, weil der übliche Getreidebrei Steinstaub von der steinernen Mühle enthielt. Dazu war Karies weit verbreitet.

Verhütung und Abtreibungen waren (anders als in Rom) in Germanien unbekannt, so daß die meisten germanischen Frauen ab ihrer Eheschließung eine Schwangerschaft nach der anderen durchstehen mußten.

Wegen der ständigen Knappheit der Nahrungsmittel war es bis ins Mittelalter üblich, schwache, kranke oder behinderte Kinder gleich nach der Geburt zu töten: Jemand, der aß, ohne etwas zur Ernährung beitragen zu können, hätte alle anderen zum Hungern gezwungen.

Viele Menschen starben im Kindesalter, viele mit etwa 40 Jahren. Ein hohes Alter erreichten nur wenige. (Noch um 1850 wurden nur 7% der Menschen 60 Jahre alt oder älter.)
Anders als im heuten Europa bildeten junge Menschen eine überwältigende Mehrheit.

Wer jung und im Vollbesitz seiner Kräfte war, scheint sehr vital gewesen zu sein: Plutarch berichtet, die nach Italien eingedringenden Kimbern seien nackt im Schnee herumgelaufen, hätten sich dann auf ihre Schilde gesetzt und seien steile Abhänge hinuntergerodelt. Statt die Etsch auf Brücken oder Kähnen zu überqueren, hätten sie versucht, den Fluß zu stauen, indem sie wie die Titanen ganze Bäume mit Wurzeln und Felsblöcke heranschleppten - 'einzig, um (den Römern) ihre Kraft und ihren tollkühnen Mut vor Augen zu führen'. (Tatsächlich gerieten die römischen Legionäre bei diesem Schauspiel ihrer Feinde in Panik, ließen ihr Lager im Stich und flüchteten. Ihr Feldherr Catulus konnte sie nicht mehr aufhalten und mußte mitflüchten.)








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Teudogar und das Bündnis mit Rom - ein historisches Rollenspiel - © 2003-2012 Wolf Mittag