Teudogar und das Bündnis mit Rom

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Sklaverei im Römischen Reich

Obwohl die Römer die Barbaren verachteten, hatten sie nichts dagegen, mit ihnen zusammenzuleben - solange die Barbaren ihnen als Sklaven oder Sklavinnen dienten. Zu zehntausenden kamen Kriegsgefangene und versklavte Zivilisten, auch Frauen und Kinder, aus allen besiegten Ländern nach Rom und Italien (Sklavennamen Barbara, Syria oder Lydia - nach den Herkunftsländern), wo sie als Ackerbauern, Bergwerksarbeiter, Haushaltshilfen, Köche, Lustsklaven, aber auch als Wissenschaftler, Buchhalter, Lehrer, Sekretäre oder Gutsverwalter dienen mußten.

Ein Sklave kostete je nach Fähigkeit oder Aussehen 200 bis 1000 Denar (Silbermünzen); d.h. ein preiswerter Sklave kostete etwa soviel wie ein Rind oder ein Schwert und war für den Jahressold eines einfachen Legionärs zu erwerben.

Ohne die billige Arbeitskraft der Sklaven wäre die römische Wirtschaft zusammengebrochen: Sklaven arbeiteten in Bergwerken, Manufakturen und Großbetrieben, bewirtschafteten die großen Landgüter, und wirkten in der staatlichen Verwaltung als Sekretäre und Schreibkräfte.

Ohne Sklaven wäre auch der angenehme Lebensstil der Wohlhabenden nicht möglich gewesen: Sklaven dienten ihnen als Sekretäre, Gutsverwalter, Vermögensberater, wandelnde Terminkalender, lebendige Konversationslexika, Sänftenträger, Fackelträger, Gärtner, Köche und Servierer. Sklaven unterrichteten die Kinder und schrieben Gedichte oder Tragödien, die ihre Herren dann als ihre eigenen ausgeben konnten. Sklaven dienten als Gladiatoren oder Leibwache. Viele Sklavenbesitzer stillten ihre Lust an Sklavinnen und Sklavenjungen, und auch manche Ehefrauen befriedigten sich heimlich mit männlichen Sklaven. Manche Sklavinnen mußten ihre langen Haare bei Gastmählern als Handtücher mißbrauchen lassen. Andere Sklaven mußten regelmäßig die Uhrzeit ansagen, oder bei Spaziergängen vorausgehen und ihre Herren vor Unebenheiten des Weges warnen.

Materiell ging es den meisten Sklaven nicht allzu schlecht; denn ebenso wie kein Bauer sein Vieh verhungern läßt, achteten auch die Sklavenhalter gut auf ihren wertvollen Besitz. Auch wurden viele Sklaven freigelassen, wenn sie lange genug zur Zufriedenheit ihrer Herrn gedient hatten.

Obwohl Sklaven oft zu entwürdigenden Tätigkeiten gezwungen wurden, war es nicht an sich entwürdigend, Sklave zu sein: Jeder dritte Bewohner Roms war ein Sklave (300.000 von 1 Million Einwohnern zur Zeit Kaiser Augustus'), und die meisten haben sich in ihr Schicksal gefügt und sich mit den Verhältnissen arrangiert. Gute Dienste wurden gewöhnlich mit guter Behandlung belohnt; und wenn ein Sklave seinem Herrn sehr nützlich war, hatte er eine machtvolle Stellung. Manchmal entstand sogar eine gewisse Freundschaft zwischen Herr und Sklave. Oft standen Sklaven in unerschütterlicher Treue zu ihren Herren; manche waren sogar bereit, ihr Leben für sie zu opfern.

Ursprünglich waren die meisten Sklaven als Familienmitglieder behandelt worden, aber seit viele römische Familien dutzende und manche sogar hunderte oder tausende von Sklaven besaßen, die sie auf viehmarktartigen Veranstaltungen kaufen und verkaufen konnten, ging die persönliche Bindung verloren und Mißhandlungen wurden verbreiteter.

Siehe Lexikoneintrag 'Unfreie' über die Sklaverei bei den Germanen.








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