Teudogar und das Bündnis mit Rom

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Historisches Computerspiel 'Teudogar und das Bündnis mit Rom'

Der Autor wollte kein Fantasy-Rollenspiel schreiben, das aus der üblichen Mischung bestanden hätte: Etwas aus der Welt der Vorgeschichte, etwas Mythologie, J.R.R.Tolkiens Phantasiewelt, etwas Mittelalter und dazu Probleme, Ansichten und Handlungsweisen der Gegenwart: Unzusammenpassendes so zusammen gezwungen, daß alles Eigenartige und Besondere verlorengeht.

Viel interessanter wirkte auf den Autor die historische Realität, das unverfälschte Vorbild der meisten Fantasy-Geschichten: Die Welt der heidnischen und barbarischen Germanen vor 2000 Jahren. Besonders faszinierend fand der Autor den Kontrast zwischen dieser Welt und der römischen Zivilisation, die unserer eigenen Zivilisation so ähnlich war: Entsprechend handeln das Spiel und das Lexikon vom Zusammenprall dieser beiden Kulturen.

Der Autor meint, daß dieses Thema viel Bezug zu unserer Gegenwart hat: Für europäische Leser könnte interessant sein, wie das römische Reich an Obrigkeitsstaatlichkeit, Repression, Bürokratie und überhöhten Steuern zugrunde ging. Aber ein genauerer Blick auf die Lebensweise der Germanen läßt sicher die meisten Leser zum Schluß kommen, daß freiheitliche Barbarei auch keine Alternative sein kann - denn wer würde schon so leben wollen?

Amerikanische Leser finden vermutlich interessanter, wie es der damals einzigen Supermacht Rom bei der Eroberung eines barbarischen Landes erging: Hier sind nicht wenige Parallelen zur Eroberung Afghanistans durch die USA. Aber auch, wie vergleichsweise leicht es für das technologisch überlegene Land war, militärisch zu siegen, aber wie schwierig und aufwendig für die Besatzungstruppen, das Eroberte auch zu beherrschen - und zu behalten: Hier erinnert vieles an die Eroberung des Irak durch die USA.

Aber der Autor hat keine politische Meinung. Er will nicht politisieren, und er will ganz ausdrücklich keine 'Ideal-Welt' oder rückwärtsgewandte Utopie darstellen, sondern er will unterhalten und informieren. Sein Anliegen ist, die Lebensweise und Denkweise der von ihm beschriebenen Völker möglichst farbig und authentisch darzustellen, so fair und objektiv wie möglich, ohne Kritik und ohne Schönfärberei.

Er beschreibt keine ideale Welt, sondern eine Welt, die in vieler Hinsicht grausam und ungerecht war; in der Menschen Eigentum anderer Menschen waren; in der Männer sehr viele und Frauen sehr wenige Rechte hatten; in der die meisten Menschen in Armut und Unwissenheit lebten; in der aber auch viele Menschen ein heute unvorstellbares Maß an Eigenverantwortung und Freiheit besaßen.

Die Ansichten und religiösen Überzeugungen dieser Menschen unterschieden sich stark von unseren eigenen. Viele unserer heutigen Werte wären ihnen falsch, ungerecht, oder einfach dumm vorgekommen. Fast alle Völker glaubten fest an das Recht des Stärkeren, und waren überzeugt, daß Gewalt ein legitimes Mittel zur Lösung von Problemen war. Außerdem hatten die meisten Völker ein sehr traditionelles Verständnis der Geschlechter-Rollen.

Entsprechend 'politisch unkorrekt' sind auch die Handlung und das Verhalten der Personen in diesem Computerspiel. Sicher taugt keine Person der Spielhandlung als Rollenvorbild für Kinder, die glücklich und erfolgreich in unserer heutigen Welt leben sollen. Aber der Blick auf diese uns so fremde Welt läßt uns unsere eigene Welt, unsere eigenen Ansichten, Vorurteile, Stärken und Schwächen klarer und schärfer wahrnehmen.

Der Autor hat den Inhalt des Spiels gründlich recherchiert. Er beschreibt die allgemeinen historischen Umstände und die germanischen Stämme der Spielhandlung sachlich richtig. Die Geschichtsschreibung hat für das Jahr der Spielhandlung (12 v.Chr.) nur wenige Details überliefert: Die historisch bekannten Figuren wie Arminius oder Marbod treten erst einige Jahre später in Erscheinung, und wer genau und wie genau dieses erste Verteidigungsbündnis der Sigambrer, Cherusker und Sueben gegen die Römer ausgehandelt hat, ist unbekannt. Ebenso unbekannt ist, wer damals König der Markomannen war (eines Teilstamms der Sueben), oder ob wirklich die Markomannen diesem Bündnis beigetreten waren, oder andere Teilstämme der Sueben. (Die Markomannen siedelten 12 v.Chr. übrigens tatsächlich noch in der Main-Region. Erst nach ihrer Niederlage gegen die Truppen des Drusus zogen sie unter Marbods Führung nach Böhmen.) Unbekannt ist auch, ob und welche Angehörigen der Cherusker schon damals versucht hatten, ein Bündnis mit Rom abzuschließen, und weshalb der Stamm schließlich doch mit Sigambrern und Sueben zusammen gegen die Römer kämpfte. Und auch über die politischen Verhältnisse bei den Chatten ist nichts Genaues überliefert.

Daher konnte und mußte der Autor alle Personen, Orte und Ereignisse der Spielhandlung frei erfinden. Aber er hat sie doch soweit an historische Vorbilder aus Geschichtsschreibung oder Sagen angelehnt, daß sie zumindest theoretisch so ähnlich wie beschrieben existiert oder stattgefunden haben könnten.

Der Autor hat versucht, den Konventionen des Rollenspiel-Genres zu folgen (alleine die Welt retten, zahllose Abenteuer bestehen, Kämpfe, Zauberei, Höhlen, Schätze), hat sie aber den historischen Gegebenheiten entsprechend gestaltet (politische Bündnisse statt magischer Gegenstände; nur historisch belegte 'Zaubersprüche'; Kämpfe mit Kriegern, Räubern oder wilden Tieren statt mit Orks oder Goblins; Höhlen und Schätze nur wo realistisch und sinnvoll).

Trotz beachtlicher historischer Faktentreue ist 'Teudogar' ein richtiges Computerspiel, das in erster Linie Spaß macht. Bei der Entwicklung waren Spielbarkeit und Unterhaltungswert stets von höchster Wichtigkeit für den Autor. Wieweit ihm gelungen ist, das Spiel und dieses Lexikon sowohl spannend als auch informativ und historisch korrekt zu gestalten, können nur Sie beurteilen...

Danke für Ihr Interesse!








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Teudogar und das Bündnis mit Rom - ein historisches Rollenspiel - © 2003-2012 Wolf Mittag